Eisenach, 21. August 2020 – Was sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die digitale Arbeitswelt? Wie können mittelständische Unternehmen in der Krise ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten? Diese und weitere Fragen hat Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, im Rahmen seiner Sommertour 2020 beim Besuch der evan GmbH diskutiert. Im Gespräch mit den Geschäftsführern Thomas Müller (CEO) und Thomas Herbst (CTO) stand vor allem das Thema kooperative Wertschöpfung im Mittelpunkt.

Die Sommertour 2020 von Wirtschaftsminister Tiefensee steht dieses Jahr unter einem zentralen Thema: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Wissenschaft – insbesondere im Hinblick auf Beschäftigung und die Organisation der Arbeitsprozesse. Der dritte Tag startete daher mit einem Besuch im Eisenacher Büro der evan GmbH: Das Softwareunternehmen mit Standorten in Eisenach und Dresden hat mit dem evan.network eine herstellerneutrale digitale Infrastruktur initiiert, die auf Blockchain-Basis Unternehmen sicher und effizient mit ihren Geschäftspartnern vernetzt. Für Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee ein zentraler Ansatz, wenn es um die zukunftsorientierte Ausrichtung des Thüringer Mittelstands geht:

„Kleine Mittelständler haben häufig Probleme im Wettbewerb mit großen Unternehmen zu bestehen“, so Tiefensee. „Eine Lösung für das Problem liegt in der digitalen Zusammenarbeit: Die Unternehmen bündeln ihre Ressourcen und schließen sich zu einem großen virtuellen Unternehmen zusammen. Man kann sich das als eine Art Facebook für Unternehmen vorstellen, mit dem Unterschied, dass alle Daten verschlüsselt ausgetauscht werden und die Unternehmen komplett unabhängig bleiben. Als dezentrale und neutrale Plattform kann das evan.network dafür die Grundlage bilden.“

Auch Thomas Müller, Geschäftsführer der evan GmbH und Sprecher der evan.network organization, sieht eine allumfassende Digitalisierung der Unternehmen als Schlüssel zum Erfolg:

„Viele Unternehmen verstehen unter dem Wort Digitalisierung die Nutzung digitaler Dienste, also zum Beispiel den Austausch von Fax durch E-Mail“, sagt Müller. „Digitale Geschäftsmodelle sind allerdings deutlich umfassender: Hier können Unternehmen mit verschiedenen Geschäftspartnern im digitalen Raum agieren und Dienstleistungen für ihre Kunden erbringen. Digitale kooperative Wertschöpfung entsteht dabei Schritt für Schritt, der erste Schritt ist die vertrauensvolle Abbildung von Beziehungen zu Geschäftspartnern in der digitalen Welt. Das evan.network liefert als dezentrale Plattform das ‚Betriebssystem‘ für die kooperative Wertschöpfung: Unternehmen können sicher miteinander agieren – ohne sich von Anbietern zentraler Plattformen abhängig zu machen.“